Melonen anbauen: Süße Exoten aus dem eigenen Garten
Melonen im deutschen Garten? Was wie ein Traum klingt, funktioniert mit den richtigen Sorten und etwas Wärme tatsächlich. Besonders Zuckermelonen (Cantaloup) gelingen gut, aber auch kleine Wassermelonen sind möglich.
Die richtigen Sorten für unser Klima
- Zuckermelonen: Petit Gris de Rennes, Charentais, Ogen — kleine, aromatische Sorten mit kurzer Reifezeit (80-90 Tage)
- Wassermelonen: Sugar Baby, Crimson Sweet Mini — kompakte Sorten, die auch in einem kurzen Sommer reifen
- Honigmelonen: Schwieriger, brauchen sehr viel Wärme. Am besten im Gewächshaus.
Vorkultur ist Pflicht
Melonen werden ab Mitte April auf der Fensterbank vorgezogen. Säe je 2 Samen in 9 cm Töpfe mit nährstoffarmer Erde. Bei 22-25 °C keimen sie nach 5-7 Tagen. Nach den Eisheiligen ins Freiland oder (besser) ins Gewächshaus pflanzen.
Standort und Pflege
- Wärme: Vollsonniger, geschützter Standort. Schwarze Mulchfolie wärmt den Boden.
- Boden: Nährstoffreich und gut durchlässig. Reichlich Kompost einarbeiten.
- Gießen: Regelmäßig, aber keine Staunässe. Blätter nicht benetzen (Mehltau-Gefahr).
- Düngen: Starkzehrer! Alle 2 Wochen mit Beinwell-Jauche oder Tomatendünger.
- Fruchtansatz: Pro Pflanze 3-4 Früchte stehen lassen, Rest entfernen. So werden sie größer und süßer.
Reife erkennen
Zuckermelonen duften bei Reife intensiv süßlich und lösen sich leicht vom Stiel. Wassermelonen klingen beim Klopfen hohl und die Auflagefläche verfärbt sich gelblich. Die Ranke neben der Frucht vertrocknet.
Eigene Melonen sind der Luxus im Selbstversorgergarten — und mit Erntekreis dokumentierst du, welche Sorten bei dir am besten funktionieren.