Regenwasser: Das beste Gießwasser ist kostenlos
Trinkwasser zum Gießen zu verwenden ist teuer und ökologisch fragwürdig. Regenwasser ist kostenlos, kalkfrei (Pflanzen lieben es!) und fällt buchstäblich vom Himmel. Mit der richtigen Infrastruktur deckst du einen Großteil deines Gartenbedarfs.
Wie viel Regenwasser fällt an?
Eine Dachfläche von 50 m² liefert bei durchschnittlichem Niederschlag (700 mm/Jahr in Deutschland) ca. 35.000 Liter Regenwasser pro Jahr. Das reicht für 50-70 m² Gemüsegarten den ganzen Sommer — wenn du es sammelst!
Sammelsysteme im Überblick
- Regentonnen (200-500 l): Einfachste Lösung. Am Fallrohr mit einem Regensammler anschließen. Deckel gegen Mücken und Algenwachstum nicht vergessen.
- IBC-Container (1.000 l): Günstig gebraucht erhältlich. Viel Speichervolumen auf kleiner Fläche. Mit Blickschutz verkleiden oder bepflanzen.
- Zisterne (2.000-10.000 l): Unterirdisch im Garten eingraben. Die Königslösung — unsichtbar, frostfrei und großes Volumen.
Tipps für effiziente Nutzung
- Tonnen erhöht aufstellen — dann fließt das Wasser per Schwerkraft durch den Schlauch
- Mehrere Tonnen in Reihe schalten mit Überlaufverbindung
- Im Winter Tonnen entleeren oder Schwimmholz einlegen gegen Frostschäden
- Regenwasser ist leicht sauer (pH 5,5-6,5) — perfekt für die meisten Gemüsepflanzen
Wasserverbrauch reduzieren
Kombiniere Regenwassersammlung mit wassersparenden Methoden: Mulchen, Tropfbewässerung, Ollas und die richtige Gießtechnik. So kommst du auch in trockenen Sommern gut über die Runden.
Wasser ist die kostbarste Ressource im Garten. Erntekreis hilft dir, deinen Wasserverbrauch zu dokumentieren und zu optimieren.