Gartenarbeit bei Hitze: Clever durch den Hochsommer
Hitzewellen mit 35 °C und mehr sind in Deutschland keine Seltenheit mehr. Für Gärtner und Pflanzen ist das eine Herausforderung. Mit der richtigen Strategie kommst du trotzdem gut durch den Hochsommer.
Die goldenen Stunden nutzen
Verlege die Gartenarbeit in die kühleren Tageszeiten: Morgens vor 10 Uhr und abends nach 18 Uhr. Die Mittagshitze zwischen 12 und 16 Uhr ist weder für dich noch für die Pflanzen produktiv. Nutze diese Zeit für die Planung, Saatgut sortieren oder die Vorratskeller-Arbeit.
Dos bei Hitze
- Morgens gießen: Vor 9 Uhr gießen, damit die Pflanzen den Tag gut überstehen
- Mulchen: Eine dicke Mulchschicht hält den Boden kühl und feucht
- Schattieren: Empfindliche Kulturen mit Schattiernetzen oder Vlies schützen
- Ernten: Morgens ernten — das Gemüse ist dann am knackigsten
- Trinken: Alle 20 Minuten Wasser trinken, Sonnenhut und Sonnencreme nicht vergessen
Don'ts bei Hitze
- Nicht düngen: Dünger bei Hitze kann Wurzeln verbrennen
- Nicht umpflanzen: Jede Umpflanzaktion bei Hitze ist maximaler Stress
- Nicht mittags gießen: Das Wasser verdunstet sofort, Tropfen auf Blättern wirken wie Brenngläser
- Nicht rasen mähen: Lass den Rasen bei Hitze wachsen — längeres Gras beschattet den Boden
Hitzeschäden erkennen
Welke Blätter am Nachmittag sind normal — wenn sie sich über Nacht nicht erholen, braucht die Pflanze dringend Wasser. Sonnenbrand zeigt sich als weiße oder braune Flecken auf Früchten. Blütenfall bei Tomaten ist eine Hitzereaktion — die Pflanzen setzen bei über 35 °C keine Früchte an.