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Tipps 22.08.2026

Selbstversorgungsgrad berechnen: Wie autark bist du?

Selbstversorgungsgrad: Die ehrliche Bestandsaufnahme

100 % Selbstversorgung ist ein Mythos — selbst die engagiertesten Selbstversorger kaufen Mehl, Öl und Salz. Aber wie viel deines Essens kommt wirklich aus dem eigenen Garten? Der Selbstversorgungsgrad gibt dir eine konkrete Zahl.

So berechnest du deinen Selbstversorgungsgrad

Die einfachste Methode: Schätze, wie viele Mahlzeiten pro Woche überwiegend aus eigenen Zutaten bestehen. Bei 21 Mahlzeiten pro Woche (3 pro Tag) und 7 Mahlzeiten aus eigenem Anbau ergibt sich ein Selbstversorgungsgrad von 33 %.

Genauere Berechnung nach Warengruppen

  • Gemüse: Oft der höchste Anteil. 50-80 % sind für engagierte Gärtner realistisch.
  • Obst: 30-60 % mit Obstbäumen und Beerensträuchern. Ohne Bäume weniger.
  • Kräuter: 90-100 % sind leicht erreichbar — Kräuter brauchen wenig Platz.
  • Eier: 100 % mit eigenen Hühnern möglich.
  • Konserven: Je nach Einkoch-Eifer 20-80 % des Jahresbedarfs.
  • Getreide, Öl, Zucker: Sehr schwer in relevanten Mengen selbst anzubauen.

Realistische Benchmarks

  • Balkon/Terrasse (5-10 m²): 5-10 % — Kräuter, Tomaten, Salat
  • Kleiner Garten (50 m²): 15-25 % — saisonales Gemüse und Obst
  • Mittlerer Garten (100-200 m²): 25-40 % — ganzjährige Versorgung mit Gemüse
  • Großer Garten (500+ m²): 40-60 % — Gemüse, Obst, Beeren, Kartoffeln
  • Kleiner Hof (1.000+ m²): 50-80 % mit Tieren und Getreide

Der wahre Wert

Der Selbstversorgungsgrad ist nicht alles. Auch 10 % Eigenversorgung bedeuten: Du weißt, woher dein Essen kommt. Du isst saisonal und frisch. Du bewegst dich an der frischen Luft. Und du hast ein Hobby, das dich glücklich und gesund macht.

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