Schneckenplage im Garten? Diese 10 Bio-Methoden helfen
Nacktschnecken sind der Albtraum jedes Gemüsegärtners. Eine einzige Nacht reicht, um frisch gepflanzte Salate komplett abzufressen. Chemische Schneckenkörner schaden aber auch Igeln und anderen Nützlingen. Hier sind 10 biologische Alternativen.
Barrieren und Schutzmaßnahmen
- 1. Schneckenzaun: Kupferband oder spezielle Schneckenzäune mit umgebogener Kante sind die effektivste Methode. Einmal installiert, hält der Schutz Jahre.
- 2. Schneckenkragen: Plastikkragen um einzelne Pflanzen schützen Jungpflanzen in der empfindlichsten Phase.
- 3. Sägemehl und Kalk: Ring um Beete streuen. Wirkt nur bei Trockenheit, muss nach Regen erneuert werden.
Natürliche Feinde fördern
- 4. Igel ansiedeln: Laubhaufen und Igelhotels anlegen. Ein Igel frisst bis zu 200 Schnecken pro Nacht.
- 5. Laufenten: Die effektivsten Schneckenvernichter überhaupt — aber nur sinnvoll ab einer gewissen Gartengröße.
- 6. Blindschleichen: Steinhaufen und Totholz bieten Unterschlupf für diese harmlosen Schneckenräuber.
Aktive Bekämpfung
- 7. Abendliches Absammeln: Am effektivsten bei feuchtem Wetter. Taschenlampe und Eimer reichen.
- 8. Bierfallen: Becher ebenerdig eingraben und mit Bier füllen. Achtung: lockt auch Schnecken aus der Nachbarschaft an!
- 9. Nematoden: Phasmarhabditis hermaphrodita — mikroskopische Fadenwürmer, die Schnecken parasitieren. Im Handel erhältlich.
- 10. Ferramol: Wirkstoff Eisen-III-Phosphat — für den Biogarten zugelassen und unschädlich für Igel.
Kombiniere mehrere Methoden für den besten Schutz. Und denke daran: Ein paar Schnecken gehören zum Ökosystem und kompostieren organisches Material.