Sauerkraut: Das Original-Ferment
Sauerkraut ist das bekannteste Ferment Deutschlands und eines der gesündesten Lebensmittel überhaupt — vorausgesetzt, es wird nicht pasteurisiert. Selbst gemachtes, rohes Sauerkraut steckt voller Vitamine, Enzyme und Probiotika.
Du brauchst nur zwei Zutaten
- 1 großer Weißkohlkopf (ca. 2 kg)
- 40 g unjodiertes Salz (2 % des Kohlgewichts)
- Optional: Kümmel, Wacholderbeeren, Lorbeerblatt
Schritt für Schritt
Entferne die äußeren Blätter und den Strunk. Hobele den Kohl fein (Krauthobel oder Messer). Mische den Kohl mit dem Salz in einer großen Schüssel und knete ihn kräftig mit den Händen — mindestens 10 Minuten, bis reichlich Saft austritt.
Fülle den Kohl schichtweise in ein sauberes Gärgefäß oder großes Bügelglas. Drücke jede Schicht fest an, bis der Saft über dem Kohl steht. Beschwere mit einem Gewicht und decke locker ab.
Die Fermentation
Stelle das Gefäß bei Zimmertemperatur (18-20 °C) auf und lass die Magie wirken. In den ersten Tagen blubbert es — das sind die Milchsäurebakterien bei der Arbeit. Nach 3-5 Tagen beginnt es, sauer zu riechen. Probiere ab Tag 7 regelmäßig.
- Nach 1 Woche: Mild, leicht sauer — junges Sauerkraut
- Nach 2-3 Wochen: Angenehm sauer — klassisches Sauerkraut
- Nach 4-6 Wochen: Kräftig sauer — voll durchfermentiert
Aufbewahrung
Wenn dir der Geschmack gefällt, stelle das Sauerkraut in den Kühlschrank — die Kälte verlangsamt die Fermentation fast komplett. Dort hält es sich 6-12 Monate. Nicht einkochen, wenn du die probiotischen Vorteile erhalten willst!
Nutze das Fermentier-Protokoll in Erntekreis, um den Fortschritt deines Sauerkrauts zu dokumentieren und Erinnerungen für Verkostungstermine zu erhalten.