Nützlinge: Deine unsichtbaren Gartenhelfer
Ein Marienkäfer frisst in seinem Leben bis zu 5.000 Blattläuse. Eine Florfliegenlarve vertilgt 500 Blattläuse in zwei Wochen. Wer Nützlinge im Garten fördert, braucht kein Pflanzenschutzmittel — auch kein biologisches.
Die wichtigsten Nützlinge
- Marienkäfer: Sowohl die Käfer als auch ihre Larven sind gefräßige Blattlausvernichter.
- Florfliegen: Die grünen Fliegen sind harmlos — ihre Larven (Blattlauslöwen) aber tödlich für Blattläuse.
- Schwebfliegen: Sehen aus wie Wespen, sind aber harmlos. Ihre Larven fressen Blattläuse.
- Ohrwürmer: Nachtaktive Allesfresser, die besonders Blattläuse und Spinnmilben vertilgen.
- Laufkäfer: Nachtjäger, die Schneckeneier, Drahtwürmer und Raupen fressen.
- Schlupfwespen: Parasitieren Blattläuse, Raupen und Weiße Fliege — extrem effektiv.
So förderst du Nützlinge
- Blühstreifen anlegen: Schafgarbe, Kornblume, Ringelblume, Dill und Fenchel locken Nützlinge an
- Nicht zu aufgeräumt sein: Laub- und Reisighaufen, hohle Stängel und Totholz bieten Winterquartiere
- Insektenhotel aufstellen: Für Wildbienen, Florfliegen und Ohrwürmer
- Keine Pestizide verwenden: Auch biologische Mittel wie Neem töten Nützlinge
- Wasserstelle anbieten: Eine flache Schale mit Steinen zum Landen
Geduld ist der Schlüssel
Wenn im Frühjahr die Blattläuse kommen, kommen die Nützlinge 1-2 Wochen später. Halte durch! Die Nützlinge regulieren die Population auf natürliche Weise — du musst nur warten und ihnen einen Lebensraum bieten.
Ein naturnaher Garten ist der produktivste Garten. Die Nützlinge arbeiten für dich — rund um die Uhr und völlig kostenlos.