Mulchen: Die einfachste Methode für einen produktiven Garten
Mulchen bedeutet, den Boden mit organischem Material abzudecken — genau so, wie die Natur es auch macht. Kein Waldboden ist nackt! Die Vorteile sind enorm: weniger Gießen, kaum Unkraut, und der Boden wird kontinuierlich mit Nährstoffen versorgt.
Geeignete Mulchmaterialien
- Rasenschnitt: Kostenlos und nährstoffreich. Nur dünn auftragen (3-5 cm), sonst fault er. Anwelken lassen vor dem Ausbringen.
- Stroh: Ideal für Erdbeeren und Tomaten. Hält Früchte sauber und trocken. Achtung: kann Stickstoff binden.
- Laub: Perfekt im Herbst. Gemischt mit Rasenschnitt kompostiert es langsam und füttert Regenwürmer.
- Holzhäcksel: Nur für Wege und Beerensträucher verwenden, nicht direkt am Gemüse (entzieht Stickstoff).
- Brennnesseln und Beinwell: Nährstoffbomben! Als Mulch zersetzen sie sich schnell und düngen gleichzeitig.
Richtig mulchen: So geht es
Bringe die Mulchschicht erst aus, wenn der Boden sich im Frühjahr erwärmt hat (ab Mai). Eine Schicht von 5-10 cm ist ideal. Halte Abstand zum Stängel der Pflanzen, um Fäulnis zu vermeiden. Bessere die Mulchschicht über den Sommer regelmäßig nach.
Mulch und Schnecken
Ein häufiger Einwand: Mulch zieht Schnecken an. Das stimmt teilweise — feuchter Rasenschnitt kann Schnecken Unterschlupf bieten. Abhilfe: Stroh statt Rasenschnitt verwenden, Schneckenkragen um empfindliche Pflanzen setzen und abends kontrollieren.
Weniger gießen, weniger jäten, gesünderer Boden — Mulchen ist die beste Zeitinvestition im Garten. Probier es aus!