Mischkultur: Pflanzengemeinschaften clever nutzen
In der Natur wachsen Pflanzen nie in Monokultur. Die Mischkultur nutzt dieses Prinzip: Bestimmte Pflanzen fördern sich gegenseitig durch Duftstoffe, Wurzelausscheidungen oder Schattenspende. Andere hemmen sich gegenseitig und sollten Abstand halten.
Bewährte Pflanzpartnerschaften
- Tomaten + Basilikum: Basilikum vertreibt Weiße Fliege und soll den Geschmack der Tomaten verbessern.
- Möhren + Zwiebeln: Der Klassiker! Zwiebeln vertreiben die Möhrenfliege, Möhren die Zwiebelfliege.
- Erdbeeren + Knoblauch: Knoblauch schützt vor Grauschimmel und Pilzkrankheiten.
- Salat + Radieschen: Radieschen lockern den Boden für Salat und sind geerntet, bevor Salat den Platz braucht.
- Bohnen + Bohnenkraut: Bohnenkraut verbessert den Geschmack und hält Blattläuse fern.
- Kürbis + Mais + Bohnen: Die legendäre Milpa der indigenen Völker Amerikas — funktioniert seit Jahrtausenden.
Pflanzen, die sich nicht vertragen
- Tomaten + Kartoffeln: Gleiche Familie, gleiche Krankheiten (Kraut- und Braunfäule).
- Bohnen + Zwiebeln/Knoblauch: Zwiebeln hemmen das Wachstum von Bohnen.
- Fenchel + fast alles: Fenchel ist ein schlechter Nachbar für die meisten Gemüsearten. Am besten einzeln pflanzen.
- Gurken + Tomaten: Unterschiedliche Bedürfnisse bei Luftfeuchtigkeit — Tomaten mögen es trocken, Gurken feucht.
Mischkultur in der Praxis
Plane deine Mischkultur in Reihen: Eine Reihe Möhren, eine Reihe Zwiebeln, eine Reihe Möhren. Oder kombiniere schnelle Kulturen (Radieschen, Salat) mit langsamen (Kohl, Tomaten). So nutzt du den Platz doppelt.
Erntekreis zeigt dir automatisch gute und schlechte Nachbarn an, wenn du Pflanzen in deinem Beetplan platzierst.