Marmelade kochen: Von der Frucht ins Glas
Selbstgekochte Marmelade ist ein Stück Sommer im Glas und das perfekte Einstiegsprojekt fürs Haltbarmachen. Mit wenig Aufwand und Grundzutaten entstehen köstliche Aufstriche, die auch wunderbare Geschenke sind.
Gelierzucker verstehen
- 1:1 — Gleiche Menge Zucker und Frucht. Sehr süß, sehr lange haltbar, geliert sicher.
- 2:1 — Doppelt so viel Frucht wie Zucker. Fruchtiger, etwas kürzer haltbar.
- 3:1 — Dreifach Frucht. Sehr fruchtig, kürzer haltbar, nach Anbruch schnell verbrauchen.
Gelierzucker enthält bereits Pektin und Zitronensäure. Du kannst auch normalen Zucker mit separatem Pektin verwenden — das gibt dir mehr Kontrolle über die Süße.
Das Grundprinzip
Obst waschen, putzen und zerkleinern. Mit Gelierzucker mischen und mindestens 30 Minuten Saft ziehen lassen. Aufkochen und je nach Gelierzucker 3-5 Minuten sprudelnd kochen. Gelierprobe machen: Ein Tropfen auf einem kalten Teller muss innerhalb von Sekunden fest werden.
Drei Sommerrezepte
Himbeer-Vanille: 1 kg Himbeeren, 500 g Gelierzucker 2:1, Mark einer Vanilleschote. Himbeeren nach dem Kochen durch ein Sieb passieren für kernlose Marmelade.
Pfirsich-Lavendel: 1 kg Pfirsiche (gehäutet), 500 g Gelierzucker 2:1, 1 EL getrocknete Lavendelblüten (im Teebeutel mitkochen). Ungewöhnlich und unglaublich gut.
Johannisbeer-Cassis: 800 g schwarze Johannisbeeren, 200 g rote Johannisbeeren, 500 g Gelierzucker 2:1, 2 EL Cassis-Likör (nach dem Kochen einrühren).
Gläser richtig verschließen
Heiß in sterilisierte Gläser füllen, Deckel fest zudrehen und 5 Minuten auf den Kopf stellen. Kühl und dunkel lagern. Marmelade mit 2:1 oder 3:1 Gelierzucker innerhalb von 6-9 Monaten verbrauchen.