Kompost: Der Kreislauf der Natur im eigenen Garten
Ein Komposthaufen verwandelt Küchen- und Gartenabfälle in wertvollen Humus. Für Selbstversorger ist er unverzichtbar — er schließt den natürlichen Kreislauf und liefert kostenlosen, erstklassigen Dünger.
Den richtigen Standort wählen
Stelle deinen Komposter an einen halbschattigen, windgeschützten Platz mit direktem Erdkontakt. So können Regenwürmer und Mikroorganismen von unten einwandern. Ideal ist ein Platz unter einem laubabwerfenden Baum.
Die richtige Schichtung
Der Schlüssel zum guten Kompost ist das Verhältnis von grünem (stickstoffreichem) und braunem (kohlenstoffreichem) Material:
- Grün: Rasenschnitt, Gemüsereste, Kaffeesatz, frische Kräuter
- Braun: Laub, Stroh, Holzhäcksel, Karton (unbedruckt), trockene Äste
- Verhältnis: Etwa 2 Teile braun auf 1 Teil grün
Was gehört nicht auf den Kompost?
Gekochte Essensreste, Fleisch, Milchprodukte, kranke Pflanzen und Unkraut mit Samen solltest du vermeiden. Auch Zitrusschalen in großen Mengen und Nussschalen zersetzen sich nur sehr langsam.
Pflege und Umsetzen
Setze deinen Kompost alle 6-8 Wochen um — das belüftet das Material und beschleunigt die Rotte. Nach 6-12 Monaten hast du fertigen Kompost: dunkel, krümelig und angenehm nach Walderde riechend.
Pro Tipp: Reifer Kompost ist der perfekte Start für neue Beete. 3-5 Liter pro Quadratmeter im Frühjahr einarbeiten und deine Pflanzen danken es dir mit einer üppigen Ernte.