Hochbeet befüllen: Schicht für Schicht zum Erfolg
Ein Hochbeet bietet viele Vorteile: rückenschonendes Arbeiten, bessere Drainage, schnellere Erwärmung im Frühjahr und Schutz vor Wühlmäusen. Entscheidend ist die richtige Befüllung in mehreren Schichten.
Die klassische 5-Schichten-Befüllung
- Schicht 1 (unten, 20 cm): Grobe Äste und Baumschnitt — sorgt für Drainage und langfristige Nährstoffversorgung durch langsame Verrottung
- Schicht 2 (15 cm): Umgedrehte Grassoden oder Hackschnitzel — verhindert, dass feinere Materialien durchrieseln
- Schicht 3 (20 cm): Laub, Stroh und grobe Gartenabfälle — Futter für Regenwürmer und Bodenlebewesen
- Schicht 4 (15 cm): Halbreifer Kompost oder gut abgelagerter Mist — liefert Nährstoffe und Wärme durch Verrottung
- Schicht 5 (oben, 20 cm): Hochwertige Pflanzerde gemischt mit reifem Kompost
Wühlmausschutz nicht vergessen
Lege unter die erste Schicht unbedingt engmaschigen Draht (Kaninchendraht reicht nicht — nimm Volierendraht mit max. 13 mm Maschenweite). Ohne diesen Schutz werden Wühlmäuse dein Hochbeet als Büffet betrachten.
Setzung einplanen
Ein frisch befülltes Hochbeet sackt im ersten Jahr um 15-20 cm zusammen. Fülle es daher randvoll und bessere im Herbst mit Kompost nach. Nach 5-6 Jahren ist das Material komplett verrottet und du solltest das Beet neu befüllen.
Was im ersten Jahr pflanzen?
Die Verrottung erzeugt Wärme und viele Nährstoffe. Nutze das erste Jahr für Starkzehrer wie Tomaten, Kürbis oder Zucchini. Im zweiten Jahr folgen Mittelzehrer, im dritten Schwachzehrer — genau wie bei der klassischen Fruchtfolge.