Bewässerungssysteme: Die richtige Wahl für deinen Garten
Wasser ist die wichtigste Ressource im Garten — und die am häufigsten falsch eingesetzte. Die Wahl des richtigen Bewässerungssystems kann den Unterschied zwischen einer guten und einer großartigen Ernte machen. Und es spart Wasser und Arbeitszeit.
Die Gießkanne: Klassisch und kontrolliert
Vorteile: Präzise, keine Investitionskosten, du siehst jede Pflanze einzeln. Nachteile: Zeitaufwändig bei großen Flächen, nicht automatisierbar, ungleichmäßige Wasserverteilung. Ideal für kleine Gärten und Balkone.
Tropfschlauch: Der Wassersparer
Ein perforierter Schlauch, der Wasser direkt an die Wurzelzone abgibt. Vorteile: Bis zu 70 % Wassersparnis, kein Spritzwasser auf den Blättern (weniger Pilzkrankheiten), automatisierbar mit Zeitschaltuhr. Nachteile: Anfangsinvestition, muss im Winter eingeräumt werden. Ideal für Beete und Gewächshäuser.
Sprinkler/Regner: Für große Flächen
Vorteile: Große Flächen schnell bewässert, automatisierbar. Nachteile: Hoher Wasserverbrauch durch Verdunstung, nasse Blätter fördern Pilzkrankheiten, gießt auch zwischen den Reihen (Unkraut!). Nur sinnvoll für Rasen und sehr große Gemüsefelder.
Ollas: Alte Technik, neu entdeckt
Unglasierte Tongefäße werden in die Erde eingegraben und mit Wasser gefüllt. Das Wasser sickert langsam durch die poröse Wand und versorgt die Wurzeln direkt. Vorteile: Extrem wassersparend, kein Strom nötig, die Pflanzen nehmen nur so viel wie sie brauchen. Nachteile: Begrenzte Reichweite (30-40 cm Radius), muss regelmäßig nachgefüllt werden.
Kombination ist der Schlüssel
Die meisten Selbstversorger nutzen eine Kombination: Tropfschlauch für Tomaten und Gewächshaus, Gießkanne für die Kräuter neben der Küchentür und Ollas für die Hochbeete. Finde heraus, was zu deinem Garten passt.