Fruchtfolge: Warum der jährliche Wechsel so wichtig ist
Wer jedes Jahr Tomaten ins selbe Beet setzt, wundert sich bald über schwächere Ernten und mehr Krankheiten. Die Lösung heißt Fruchtfolge — ein jahrtausendealtes Prinzip, das auch im kleinen Hausgarten funktioniert.
Das Drei-Felder-System für den Hausgarten
Teile deine Beete in drei (besser vier) Gruppen ein und rotiere sie jährlich:
- Jahr 1 — Starkzehrer: Tomaten, Kürbis, Zucchini, Kohl, Gurken, Mais
- Jahr 2 — Mittelzehrer: Möhren, Zwiebeln, Kohlrabi, Salat, Fenchel, Mangold
- Jahr 3 — Schwachzehrer: Bohnen, Erbsen, Radieschen, Kräuter
- Jahr 4 — Gründüngung: Phacelia, Senf, Klee (optional aber empfehlenswert)
Warum ist Fruchtfolge so wichtig?
Jede Pflanzenfamilie entzieht dem Boden bestimmte Nährstoffe und hinterlässt spezifische Wurzelausscheidungen. Ohne Wechsel verarmt der Boden einseitig, und bodenbürtige Krankheiten wie Kohlhernie oder Tomatenwelke reichern sich an.
Pflanzenfamilien nicht vergessen
Achte neben dem Nährstoffbedarf auch auf die botanischen Familien: Nachtschattengewächse (Tomaten, Kartoffeln, Paprika) sollten mindestens 3 Jahre Pause haben. Kreuzblütler (Kohl, Radieschen, Rucola) ebenfalls. Doldenblütler (Möhren, Petersilie, Sellerie) vertragen sich schlecht hintereinander.
Dein Fruchtfolge-Plan in Erntekreis
In Erntekreis kannst du deine Beete anlegen und die Bepflanzung pro Jahr dokumentieren. Die App erinnert dich automatisch, wenn du eine Pflanzenfamilie zu früh auf dasselbe Beet setzen willst. So bleibt dein Boden langfristig gesund und fruchtbar.