Bohnen und Erbsen: Die Bodenverbesserer unter den Gemüsen
Hülsenfrüchte sind echte Multitalente: Sie liefern wertvolles pflanzliches Eiweiß, lassen sich hervorragend haltbar machen und hinterlassen den Boden in besserem Zustand als sie ihn vorgefunden haben. Dank ihrer Symbiose mit Knöllchenbakterien binden sie Luftstickstoff im Boden.
Erbsen: Der Frühstarter
Erbsen können ab März direkt ins Freiland gesät werden — sie keimen schon bei 5 °C und vertragen leichten Frost. Setze sie 3-5 cm tief, 5 cm Abstand, in Reihen mit 40 cm Abstand. Stelle Rankhilfen aus Ästen, Schnüren oder Drahtgittern bereit — alle Erbsen klettern gerne.
Buschbohnen: Der Sommerklassiker
Buschbohnen werden nach den Eisheiligen gesät (Bodentemperatur mindestens 10 °C). Lege 5-6 Samen im Horst, 40 cm Abstand. Sie brauchen keine Rankhilfe und sind nach 8-10 Wochen erntereif. Pflücke regelmäßig — das fördert die Nachblüte.
Stangenbohnen: Vertikaler Ertrag
Stangenbohnen wachsen 2-3 Meter hoch und nutzen die Vertikale perfekt aus. Ideal für kleine Gärten! Stelle stabile Stangen oder Bohnentipis auf und säe 5-6 Samen pro Stange. Ernte ab August und den ganzen Herbst.
Den Boden beschenken
- Nach der Ernte die Wurzeln im Boden lassen — sie enthalten die wertvollen Stickstoffknöllchen
- Nur das oberirdische Kraut abschneiden und kompostieren
- Der Folgekultur im nächsten Jahr stehen die fixierten Stickstoffreserven zur Verfügung
- Ideal als Vorkultur für Starkzehrer wie Kohl und Tomaten
Hülsenfrüchte sind das Fundament einer nachhaltigen Fruchtfolge. Plane sie bewusst in deinen Erntekreis-Beetplan ein.