Richtig gießen: Wasser sparen und trotzdem üppig ernten
Mit dem Klimawandel werden trockene Sommer auch in Mitteleuropa zur Regel. Umso wichtiger ist es, im Garten clever mit Wasser umzugehen. Richtiges Gießen spart bis zu 50 % Wasser — und deine Pflanzen gedeihen sogar besser.
Die goldene Regel: Selten, aber durchdringend
Tägliches leichtes Gießen ist der häufigste Fehler. Es fördert flache Wurzeln und macht Pflanzen abhängig von deiner Gießkanne. Besser: 2-3 Mal pro Woche richtig durchdringend gießen. So werden tiefere Bodenschichten befeuchtet und die Wurzeln wachsen nach unten, wo es länger feucht bleibt.
Morgens gießen ist optimal
- Morgens (6-9 Uhr): Ideal! Pflanzen können das Wasser nutzen, bevor die Hitze kommt. Blätter trocknen schnell ab.
- Abends: Auch gut, aber feuchte Blätter über Nacht fördern Pilzkrankheiten.
- Mittags: Vermeiden! Zu viel verdunstet, Wassertropfen auf Blättern wirken wie Brenngläser.
Wasserspar-Methoden
- Mulchen: 5-10 cm Mulch reduziert die Verdunstung um bis zu 70 %
- Tropfbewässerung: Bringt Wasser direkt an die Wurzeln, kein Verlust durch Verdunstung
- Ollas: Tontöpfe im Boden vergraben — geben Wasser langsam an die Umgebung ab
- Regenwasser sammeln: Eine 1.000-Liter-Tonne versorgt 20 m² Gemüsebeet den ganzen Sommer
Wie viel Wasser braucht mein Garten?
Als Faustregel gilt: 20-30 Liter pro Quadratmeter pro Woche bei Trockenheit. Tomaten und Kürbis brauchen mehr, Kräuter und Zwiebeln weniger. Stecke den Finger 5 cm in die Erde — ist sie dort trocken, wird gegossen.